Spendenentscheidung 2017
 


Gemeinde unterstützt Kinderhospiz in Pankow
Soup ‘n‘ Talk am 1. Advent

























(22.12.2017) Langsam füllte sich die Kirche am Sonntag, den 3. Dezember 2017 wieder mit leckerem Suppenduft. Spätestens dann wusste jeder Bescheid: Das vierte und letzte Mittagessen für einen guten Zweck im Jahr 2017 stand an. Bereits seit fünf Jahren finden diese Aktionen in der Gemeinde statt. Es gibt von Gemeindemitgliedern zubereitete Speisen, meist Suppen, wie auch an diesem 1. Advent. Gleichzeitig kann für einen guten Zweck gespendet werden.

Ehrgeizige Köchinnen und Köche verwöhnen die Gemeindemitglieder

Und wieder konnte festgestellt werden: Das Engagement der Gemeindemitglieder, sowohl was das Kochen als auch die Spendenbereitschaft angeht, reißt einfach nicht ab, sondern nimmt eher zu. Diesmal taten sich insbesondere die männlichen Gemeindemitglieder als herausragende Köche hervor, vier von fünf Suppen waren diesmal von ihnen zubereitet worden und wurden mit viel Stolz angepriesen.

Nachdem sich die Anwesenden durch alle Suppen durchprobieren konnten und die Kochtöpfe leergelöffelt waren, wurden die Spenden gezählt und Bilanz für das Jahr 2017 gezogen. Das Ergebnis: Insgesamt kamen 1.900 Euro zusammen, die bislang höchste Summe! Der Großteil wurde bei den Mittagessen für einen guten Zweck gespendet, zudem kommt ein kleinerer Teil aus der Blutspendeaktion, die im September stattfand (
wir berichteten). Dort hatten Gemeindemitglieder den Imbiss vorbereitet und tatkräftig bei der Durchführung geholfen, so dass das Deutsche Rote Kreuz eine Aufwands- und Verpflegungspauschale bezahlte.

Die Qual der Wahl – Entscheidung über die Empfänger der Jahresspende


Beim Gemeindegespräch im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen gab die Koordinatorin der karitativen Aktivitäten zunächst einen Rückblick auf alle Aktivitäten des Jahres 2017. So gab es neben den Mittagessen für einen guten Zweck wieder Spenden von Kleidung an die Bahnhofsmission Zoo und Lebensmittel- und Sachspenden an das Franziskanerkloster in Pankow im Rahmen der Aktion „Geben und Nehmen“ sowie des Erntedanktags.

Danach stellten Gemeindemitglieder drei Projekte vor, die in diesem Jahr als mögliche Empfänger der Jahresspende zur Auswahl standen. Alle Projekte waren den Vorstellenden durch persönliche Kontakte näher bekannt und so wurden viele Einblicke durch Fotos und Berichte gegeben. Vorgestellt wurden:
  • Das Kinderhospiz „Sonnenhof“ in Pankow, das von der Björn Schulz Stiftung getragen wird und lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche mit ihren Familien begleitet und unterstützt.
  • Projekte zur Einkommensförderung und zum Aufbau eines eigenen kleinen Betriebs über „NAK karitativ“ in Armenien, insbesondere die Schulung und der Aufbau einer Stickereigruppe mit Jugendlichen aus Vanadzor.
  • Das Kinderhaus „Enga Veedu“ in Pondicherry (Südostindien), in welchem 25 Mädchen, die sonst keine große Chance auf Bildung und sozialen Aufstieg hätten, mit Schulunterricht, Verpflegung etc. durch den deutschen Verein „conAct“ gefördert werden.
Gemeindemitglieder stimmen für das Kinderhospiz „Sonnenhof“

In der Abstimmung unter den etwa 40 anwesenden Gemeindemitgliedern stimmte etwas mehr als die Hälfte für das Kinderhospiz „Sonnenhof“ in Berlin-Pankow. In der von der Björn Schulz Stiftung getragenen stationären Einrichtung können sowohl die erkrankten Kinder als auch deren Eltern und Geschwister für eine gewisse Zeit betreut werden. Durch die Pflege des erkrankten Kindes durch geschultes Personal werden die Familien entlastet und können sich auch wieder intensiver um die nicht erkrankten Geschwister kümmern. Zudem begleitet das Kinderhospiz die Familien auf Wunsch auch nach dem Tod des Kindes in ihrer Trauer.

Da die umfassenden Angebote des Hospizes nicht vollständig durch die Krankenkassen abgedeckt werden, ist die Stiftung auf Spenden angewiesen. Zum nächsten Gemeindegespräch, welches im Frühjahr 2018 stattfinden soll, soll eine Vertreterin oder ein Vertreter des Kinderhospizes eingeladen werden, so dass die Humboldthainer erfahren können, was genau mit ihrer Spende bewirkt wird.

Und auch im nächsten Jahr will die Gemeinde ihr konstantes karitatives Engagement fortsetzen mit weiteren Mittagessen für einen guten Zweck, Geben und Nehmen, Kleidungsspenden und vielem mehr. Diese Aktivitäten sind mittlerweile so eng mit Humboldthain verbunden, dass sie eigentlich nicht mehr wegzudenken sind.

Feierliches Entzünden der Adventskerze und Baumschmücken


Und da Humboldthain viele Traditionen kennt, wurde am 1. Advent auch die Adventskerze feierlich entzündet, diesmal von den Kindern der Vorsonntags- bzw. Sonntagsschule und ihren LehrerInnen. Dazu erfreuten sie die Gemeinde mit dem vor dem Gottesdienst vorgetragenen Lied „Sind die Lichter angezündet“. 

Am Samstag vor dem 1. Advent hatten mehr als 20 Gemeindemitglieder die Kirche festlich geschmückt und den großen Christbaum aufgebaut. Danach belohnten sie sich – wie immer – mit einem gemeinsamen Brunch.



Text: CZZ
Fotos WP

 

 
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