Doppeltaufe Juni 2014



Doppeltaufe in Humboldthain 
 

 














 
(10.07.2014) Nur eine Woche nach dem mit viel Musik, einem bunten Programm und zahlreichen aktuellen wie ehemaligen Gemeindemitgliedern, Gästen und Freunden begangenen 65-jährigen Gemeindejubiläum stand am 29. Juni 2014 das nächste Highlight in der Gemeinde auf dem Programm: Eine Doppeltaufe!

Vorbereitung für den Gottesdienst im Gedächtnis an die Entschlafenen

In seiner einführenden Predigt unter dem Bibelwort „Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel“ (1. Petrus 1, 15) stellte der Vorsteher der Gemeinde, Klaus-Peter Waschke, im Hinblick auf den in der darauffolgenden Woche bevorstehenden Gottesdienst im Gedächtnis an die Entschlafenen ganz lebenspraktisch heraus, was es bedeute, einen heiligen Wandel zu haben. Heilig zu wandeln bedeute demnach gerade nicht, irgendwelchen frommen Regeln zu folgen und sich aus der Gesellschaft zurückzuziehen. Vielmehr zeichne sich ein heiliger Wandel dadurch aus, dass wir uns von Gott leiten lassen, immer mehr versuchen, die Sünde, also das von Gott Trennende zu meiden, und damit ein wahrhaftiges Werkzeug Gottes im Dienst am Nächsten sein können. Diese Haltung sei auch Voraussetzung dafür, dass unsere Fürbitten für hilfsbedürftige Seelen in der jenseitigen Welt wahrhaftig vor Gott erscheinen.

Doppeltaufe

Mit einem ganz besonderen Glückwunsch begrüßte der Vorsteher der Gemeinde sowohl die beiden Taufeltern mit ihrem Täufling als auch den erwachsenen Täufling, Bernd Liss, der bereits seit rund zehn Jahren aktiv am Gemeindeleben Anteil nimmt, vor dem Altar. Bezugnehmend auf den Propheten Samuel, dessen gläubige Mutter Hanna ihren Sohn Gott geweiht hatte, rief der Vorsteher den Taufeltern entgegen, „die beste Entscheidung, die Eltern für ihr Kind treffen können, ist die, ihr Kind ins Haus Gottes zu tragen“. Den künftigen Glaubensbruder empfing er mit den Worten, dass es ihn zutiefst freue, dass er heute „ein Bekenntnis zur Nachfolge Jesu Christi“ ablegen, ein „Jünger Jesu, ja ein Gotteskind“ werden wolle. So gebe es „keine schönere Entscheidung als die, dass man sich und sein Leben Gott weiht“. Die Taufhandlung sei der erste Schritt, um ins Reich Gottes zu kommen, um letztlich das ewige Leben und völlige Erlösung zu erlangen.

„Ich bin der Herr, dein Gott…“

Seiner Taufansprache legte der Vorsteher dann das 1. Gebot aus 1. Mose 20, Vers 2 und 3 zugrunde: „Ich bin der Herr, dein Gott […]. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Es sei ein altes Gebot, das aber nicht ungültig geworden sei, sondern aktueller denn je, auch wenn es oft nicht beachtet werde. „Oft merken wir nicht, dass wir fremdbestimmt sind, oft sind Hobbys zu einem Gott in unserem Leben geworden, auch das Leistungsprinzip kann zu einem Gott werden, dem man seine Zeit und Gesundheit opfert“, so der Vorsteher. Gott aber dulde derlei „Nebengötter“ nicht, was entsprechende Konsequenzen für das Leben des jungen Glaubensbruders als auch den christlichen Erziehungsauftrag der Taufeltern haben müsse: „Lasst Gott eure Nr. 1 sein, tut alles, dass Gott die Nr. 1 im Leben eures Kindes ist“, forderte er den Täufling und die Taufeltern auf. „Dann könnt ihr antworten: Du bist mein Gott – ich will keine Nebengötter haben“. Abschließend unterstrich er seine Ausführungen mit dem bekannten Bibelwort aus Matthäus 6, 33: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“. „Dann haben Nebengötter keinen Platz mehr in unserem Leben“, so Klaus-Peter Waschke.
Im Anschluss an die Taufansprache spendete er den beiden Täuflingen das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.

Musikalisch umrahmt wurde der Taufgottesdienst durch den Gemeindechor, Instrumentalsoli sowie als besonderen Höhepunkt durch das im unmittelbaren Anschluss an die Taufhandlung vorgetragene Sopransolo „A clare benediction“ von John Rutter mit Gitarrenbegleitung.

Anschließend war die gesamte Festgemeinde noch zu einem Sektempfang mit Büffet eingeladen, der von den Taufeltern ausgerichtet wurde.    

Text: T.Z.
Fotos: WP