BAP 2014
 

Heilige Versiegelungen durch Bezirksapostel Nadolny



Seit 2005 Präsident der Gebietskirche
Berlin-Brandenburg, Bezirksapostel Wolfgang Nadolny






Heilige Geistestaufe an Maja und Merle,
getragen von ihren Eltern












 
(19.02.2014) Am Donnerstag, den 6. Februar 2014, besuchte Bezirksapostel Nadolny die Gemeinde Berlin-Humboldthain (Mitte). Als Bibelwort zu diesem Festgottesdienst verwendete er Vers 20 aus dem fünften Kapitel des Matthäus-Evangelium „Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen“. Im Gottesdienst empfingen die im Herbst 2013 geborenen Zwillinge Maja und Merle das Sakrament der Heiligen Versiegelung.

Es war das erste Mal nach über einem Jahr, dass der Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg, Bezirksapostel Wolfgang Nadolny, wieder die Gemeinde Berlin-Humboldthain (Mitte) besuchte. Der Chor der Gemeinde eröffnete diesen Gottesdienst freudig mit dem Titel „Ich will den Herren loben allezeit“ von Werner Arthur Hoffmann.

Das Bibelwort, das aus der Bergpredigt stammt, steht in einem Kontext, in welchem Jesus die Gebote klarstellt und verschärft. Dabei mache Jesus vor allem klar, dass der Geist der Gebote Gottes die Liebe sei und Gott damit um unsere Liebe werbe, wie dies das erste Gebot ausdrücke, erklärte der Bezirksapostel. Wenn wir Gott liebten, würden wir die Gesetze und Gebote auch ganz automatisch erfüllen, führte er weiter aus, und wir sollten dankbar für sie sein, denn sie seien uns eine Hilfe, um den Willen Gottes zu erfüllen, wie dies zum Beispiel die Straßenverkehrsordnung für einen funktionierenden Straßenverkehr sei.

Gesetze seien auch eigentlich nur dort notwendig, wo keine Liebe vorherrsche und jeder nur an seinem Vorteil interessiert sei, führte der Bezirksapostel weiter aus. In einer intakten Familie seien so zum Beispiel kaum Regeln nötig, da durch die Liebe bereits viel ganz automatisch geregelt sei. „Die Liebe löst Gesetze nicht auf, sondern steht darüber und hat verändernde Kraft.“ Wenn man sich an Gottes Liebe orientiere, sei man nicht kleinlich, halte dem anderen nichts lange vor, sei nicht rechthaberisch und schaue nicht nur auf das Schlechte, folgerte er.

Bei der Einhaltung der Gebote Gottes sei auch die Perspektive wichtig. Um das zu illustrieren, führte der Bezirksapostel das Gleichnis vom Zöllner und vom Pharisäer (Lk 18, 9-14) an, in welchem der Schriftgelehrte in den Tempel kommt und dafür dankt, dass er nicht so sei wie der Zöllner. Dies sei jedoch die falsche Haltung; eine Ausrichtung müsse immer an Gott stattfinden und nicht am Schlechteren. Das Problem bei den eigentlich sehr gottestreuen Pharisäern und Schriftgelehrten sei gewesen, dass sie pingelig gewesen wären und nur auf den Buchstaben geschaut hätten ohne den Sinn des Gesetzes zu verstehen, so der Bezirksapostel weiter. Dies zeige sich zum Beispiel in der biblischen Begebenheit, als Jesus am Sabbat, an welchem laut Gesetz keine Arbeit verrichtet werden durfte, Kranke heilte und sie dies verurteilten. Für Jesus zählte jedoch in diesem Fall die Liebe mehr als das Gesetz. Abschließend rief der Bezirksapostel auf, die Liebe über alles zu stellen und das Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche „Mit Liebe an’s Werk“ mit Leben zu erfüllen.

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes spendete der Bezirksapostel den Zwillingen Maja und Merle die Heilige Geistestaufe, eines der drei Sakramente der Neuapostolischen Kirche. „Gott hat euch eure Kinder geschenkt und will nun einen Teil zurück bekommen, indem er sie nun auf sich ausrichtet“, sagte der Bezirksapostel in seiner Ansprache an die Eltern der Kinder. Er wünschte ihnen viel Segen, um sich mit ihren Kindern gemeinsam auf das kommende Himmelreich vorzubereiten und bat sie sowie auch die ganze Gemeinde, Vorbilder im Glauben zu sein.


Hintergrund:

Das Sakrament der Heiligen Geistestaufe in der Neuapostolischen Kirche

Die Heilige Versiegelung ist das Sakrament, durch das der Gläubige unter Handauflegung und Gebet eines Apostels die Gabe des Heiligen Geistes empfängt und ein Gotteskind mit der Berufung zur Erstlingsschaft wird.Wie die Heilige Wassertaufe, so ist auch die Heilige Versiegelung Tat Gottes am Menschen. In der Heiligen Versiegelung wird das vollendet, was in der Heiligen Wassertaufe begonnen worden ist: die Wiedergeburt aus Wasser und Geist.

Quelle: ►Katechismus der Neuapostolischen Kirche


Text: CZ
Fotos: WP

 
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