Chorfahrt 2013 Nachbericht
 


Lasst uns miteinander singen –
Chorfahrt nach Bollmannsruh
 

 











(08.09.2013) Es ist Samstag, 31. August 2013, kurz nach 10 Uhr, mitten in der Mark Brandenburg. Rund 40 sangeslustige Humboldthainerinnen und Humboldthainer strecken sich, klopfen sich ab, summen vor sich hin. „Guten Morgen, gu- guten Morgen. Steh doch endlich auf, ja steh doch endlich auf ...“ Mit diesem Kanon starten die Sängerinnen und Sänger in den Tag. Ein anstrengender, spannender und humorvoller Probenmarathon liegt vor Ihnen.

Bereits am Freitagabend trafen sich die Mitglieder des Gemeindechores Berlin-Humboldthain (Mitte), im Alter zwischen 21 und 68 Jahren, im Kinder- und Erholungszentrum Bollmannsruh (KiEZ) zu ihrer ersten gemeinsamen Chorfahrt.

Stockbrot und Lagerfeuermusik – Ein fröhlicher Freitagabend

Noch ein wenig verschlafen und nicht so recht fit schaut manch ein Sänger dem strahlenden Sonnenschein entgegen. Eine eher kurze Nacht liegt hinter Ihnen.

Bis nach Mitternacht wurden am Lagerfeuer Stockbrot und Würstchen gegrillt, Schlager der vergangenen Jahrzehnte gesungen und mit mitgebrachten Ästen und kleingehackten Hölzern das knisternde Feuer immer wieder angefacht.  Eine aufgeheiterte, fröhliche Stimmung machte sich, während an der Gitarre ein Lied nach dem anderen angestimmt wurde, breit.

Zuvor fand die erste gemeinsame Probe statt, in der alle begrüßt, der Ablauf der Tage erläutert und die ersten Takte vorgestellt und angesungen wurden. Im Anschluss hatten die Dirigenten, Matthias Thiel und Marc-Philipp Waschke, zu einem Workshop eingeladen. In dieser einstündigen offenen Runde diskutierten die Chormitglieder über Ideen, Projekte und Wünsche. Von der abwechslungsreichen Gestaltung einer Chorprobe, über den Wunsch nach mehr Austausch und Kommunikation, bis hin zum Thema Probendisziplin – die Sängerinnen und Sänger zeigten sich kritisch, konstruktiv und kommunikativ.

Proben, proben, proben – Der Samstag

Nach den Einsingübungen im Freien geht es zurück in den Probenraum: Registerprobe.

Die Stimmen werden getrennt. Während Soprane und Altistinnen gemeinsam üben, verteilen sich die Bassisten und Tenöre auf zwei weitere Räume. Eine Dreiviertelstunde später kommen alle wieder zusammen.  Nach und nach werden die geprobten Takte zusammengesetzt.  Um 12 Uhr gibt es dann die erste Pause: Das Mittagsessen wartet.

Gestärkt geht es in den zweiten Block. „Achtet auf die Dynamik!“ „An der Stelle könnt ihr bewusst absetzen.“ „Hier nicht atmen!“ Die Dirigenten arbeiten auf Hochtouren und auch die Sängerinnen und Sänger sind hoch konzentriert, will man doch am Sonntag einen besonderen musikalischen Höhepunkt in diesem Jahr setzen.

Generalprobe in Brielow – Vorfreude auf Sonntag

Um 17 Uhr ist es geschafft und wohl auch manch einer der Chormitglieder. Bevor es jedoch auf die Heimfahrt nach Berlin geht, kehrt der Chor in Brielow ein. In der 140 Jahre alten evangelischen Kirche des Dorfes findet die Generalprobe statt. Die örtliche Pfarrerin war in einem Vorabgespräch sofort einverstanden und lud den Chor herzlich ein.

Müde und ausgelaugt, aber mit Vorfreude auf den nächsten Tag und den Musikgottesdienst, machen sich die Sängerinnen und Sänger zurück in Richtung Heimat. Am Ende wird von vielen der Wunsch geäußert: Nächstes Jahr unbedingt wiederholen!




Text: MPW
Fotos: CZ (1-4, 7), Ulrich Silz (5), Joachim Fiehn (6)




 
  Besucher heute: 56 Besucher (139 Hits) © Neuapostolische Kirche Berlin-Humboldthain