Eine Tradition geht zu Ende
 



Das Ende einer Tradition - Kein Turmblasen mehr in Humboldthain















 
(19.12.2012) Für viele war es eine überraschende Nachricht: das traditionelle Humboldthainer Turmblasen wird es zukünftig nicht mehr geben. 
Seit Jahren trafen sich Interessierte und Schaulustige am 4.Advent zum Humboldthainer Turmblasen. Die oft äußerst niedrigen Temparaturen hielten weder die Turmbläser noch die zahlreichen Zuhörer ab, das vorweihnachtliche Event der Gemeinde Humboldthain zu besuchen.
Aus dem obersten Stockwerk der Kirche spielte das Blasorchester Jahr für Jahr über eine Stunde lang bekannte Weihnachts- und Adventslieder.
Bei Glühwein und selbstgemachten Waffeln konnten sich die Zuhörer warmhalten und den Klängen der Trompeten, Posaunen, Klarinetten und Hörnern lauschen.
So kamen nicht nur Interessierte aus der unmittelbaren Nachbarschaft und den Nachbargemeinden Humboldthains, sondern auch viele Zuhörer aus Randgebieten und Vororten Berlins in die zentrale neuapostolische Gemeinde. Über die Jahre erlangte das Event einen solchen Bekanntheitsgrad, dass auch "Unsere Familie online" 2011 in seiner Berichterstattung auf das alljährliche Turmblasen hinwies.
Doch ausgerechnet in diesem Jahr, in dem das Humboldthainer Turmblasen sein 10 jähriges Jubiläum hätte feiern wollen, kam das Aus. Die Gründe sind wohl im Zusammenhang mit der viermonatigen Renovierung des Kirchenbaus Anfang des Jahres zu finden. So erklärte Gemeindeleiter Klaus-Peter Waschke, dass die großen Fenster im oberen Stockwerk aus Sicherheitsgründen nicht mehr geöffnet werden dürften. Außerdem hätte es schon seit längerer Zeit Gedankenspiele in der Leitung des Kirchenbezirks Nordwest gegeben, dass Turmblasen an einen öffentlichkeitwirksameren Ort zu verlegen.

Die gute Nachricht lautet daher, das Turmblasen selbst lebt weiter. Fortan soll die Gemeinde Berlin-Charlottenburg Ausrichter dieses vorweihnachtlichen Eventes sein. So findet erstmals am kommenden Sonntag, den 23. Dezember 2012, um 18 Uhr das Turmblasen in der Wernigeroder Str. 10 an der Neuapostolischen Kirche Charlottenburg statt. Vielleicht der Anfang einer neuen Tradition.

Text: MPW
Fotos: HDK






 
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