Erntedank 2015
 



Lebensmittelspende an Flüchtlingsunterkunft

Buntes Erntedankfest in Humboldthain

 





















 

(08.10.2015) Das Erntedankfest 2015 stand in der Gemeinde Berlin-Humboldthain (Mitte) im Zeichen der Schöpfungsverantwortung. Mit mehreren Aktionen wurde an die Verantwortung für die Umwelt und den Mitmenschen appelliert. Mit einer Lebensmittelspende unterstützte die Gemeinde die Flüchtlingsunterkunft in der Gotenburgerstraße im Berliner Wedding. Zahlreiche Gemeindemitglieder folgten dem Aufruf, Obst, Gemüse, Konserven und vieles mehr zu spenden. So war am Sonntag, den 4. Oktober 2015, nicht nur ein bunt geschmückter Erntedankaltar sondern auch mehrere Tische voller Lebensmittel im Vorraum der Kirche zu bestaunen.

 

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst taten sich einige Gemeindemitglieder zusammen und transportierten die dutzenden Körbe und Tüten zur Notunterkunft, in der derzeit rund 180 Flüchtlinge überwiegend aus Syrien leben. Bereits im Vorfeld loteten die Organisatoren der Gemeinde in mehreren Gesprächen mit dem Leiter der Unterkunft, Michael Grunewald, den aktuellen Bedarf an Hilfsmaßnahmen aus. Auch zukünftig wolle man  in der unmittelbaren Nachbarschaft Flüchtlinge unterstützen und bleibe daher mit dem von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betreuten Heim in Kontakt, versicherte Gemeindevorsteher Klaus-Peter Waschke.

 

Bereits im Gottesdienst mache Bischof Harald Bias darauf aufmerksam, dass das Loben und Ehren Gottes dann am besten zum Ausdruck komme, wenn dem Nächsten in Liebe begegnet und geholfen werde. Gott zu loben und ihm dankbar zu sein, sei jedoch im Alltag nicht immer möglich. „Sind wir doch ehrlich, es ist nicht immer einfach, zu danken und zu loben“, sagte er. Gerade an einem Erntedanktag könne es schnell passieren, dass die Traurigen und Verzagten sich bei all dem Loben und Singen unverstanden und ausgegrenzt fühlen könnten. Es sei wichtig auch diese miteinzubeziehen und in Fürbitte für sie einzutreten.

In seiner Predigt zum Bibelwort "So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott." (Heb 13, 14.15) ging er ferner auf die besondere Verantwortung der Christen ein. „Auf die Umwelt zu achten, mit ihr schonend umzugehen, würde einem Christen gut stehen“, betonte er. Manchmal sei „weniger mehr“ erklärte er in Hinblick auf das Konsumverhalten in der westlichen Welt. Das Erntedankfest mahne auch, sich der Fülle an Gottes Gaben bewusst zu werden und diese zu teilen.

 

Auch eine Posterausstellung zum Thema Hunger und Ernährung der „Initiative Schöpfungsverantwortung in der Neuapostolischen Kirche“ machte im Eingangsbereich der Kirche auf den Reichtum der Erde und seine ungerechte Verteilung aufmerksam. Auf mehreren Plakaten wurden Zusammenhänge zwischen dem westlichen Wohlstand und der Hungersnot in vielen Teilen der Welt anschaulich erklärt. Außerdem konnten sich die Gottesdienstbesucher über negative Auswirkungen einer vor allem auf Fleischkonsum basierenden Ernährung informieren. Zur weiteren Beschäftigung lagen zudem verschiedene Broschüren und Handzettel als Infomaterial aus.

 

Mit diesen Informationen gespickt, folgten viele der rund 150 Anwesenden im Anschluss an den Gottesdienst der Einladung zum traditionellen Erntedankessen. Frische Brote, die noch während des Gottesdienstes den Altar schmückten, wurden von fleißigen Helfern mit Schmalz Marmelade oder Honig geschmiert. So feierten Gäste und Gemeindemitglieder gemeinsam bis in den frühen Nachmittag den Erntedanktag in fröhlicher Atmosphäre weiter, dessen besondere Bedeutung die Gemeinde in vielfältiger Weise erlebbar machte.

 

Text: MPW
Fotos: WP
/CZZ

 
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