Kindergottesdienst Juni 2014
 


„Was du nicht willst, das man dir tu…“






















































 
(07.07.2014) „… das füg auch keinem andern zu.“ Dieses bekannte Bibelwort aus Tobias 4 Vers 16 bildete die Grundlage des Bezirkskindergottesdienstes, der am 15. Juni 2014 in der Kirche Berlin-Humboldthain (Mitte) stattfand. Dazu waren zahlreiche Kinder des Bezirks Berlin-Nordwest mit ihren Familien gekommen und auch die Gemeinde Humboldthain nahm an diesem besonderen Gottesdienst teil. Musikalisch sorgten ebenfalls die Kinder für Programm. Den Auftakt machte der Kinderchor mit dem Kanon „Gib uns Ohren die hör‘n und Augen die seh‘n“.

Zunächst übersetzte der Humboldthainer Gemeindeevangelist, der den Gottesdienst leitete, den Bibelvers in die Aussage „Was ich nicht will, das man mir tut, das füg ich auch keinem anderen zu.“ Daher stelle sich zuerst die Frage, so der Evangelist, was ICH eigentlich wolle. Er erzählte von seinen früheren Berufswünschen und fragte auch die Kinder, was sie denn wollten. Er hielt fest, dass wenn man etwas wolle, man auch etwas dafür tun müsse. Dann führte er noch allgemeine Wünsche aller Menschen an: man will geliebt werden, man will verstanden werden, man will, dass einem Respekt entgegengebracht wird. Den Kindern gab er mit auf den Weg, dass Gott uns immer verstehe, egal ob bei Freude, bei Trauer oder allen anderen Gefühlslagen. Außerdem könnten wir immer zu Gott sprechen. Der Evangelist erklärte, dass wenn wir Jesus im Herzen trügen, wir automatisch eine Verbindung zu Gott hätten, ganz ohne Telefon. Doch trotzdem dürfe man nicht ausblenden, dass natürlich manches auch nicht so laufe, wie wir es uns wünschten, aber Gott trotzdem an unserer Seite stünde.

Im Folgenden kam der Evangelist auf den zweiten Aspekt des Bibelwortes zu sprechen: man soll auch anderen nur das tun, was man selbst will. Dies sei ganz generell gesprochen zu Helfen und zwar ohne, dass wir eine Gegenleistung erwarteten. So stand der Gottesdienst auch unter dem Motto „Helfen“, das mit Buchstaben vor dem Altar illustriert wurde. Bereits am Vortag hatten sich die Kinder bei einer Kinderfreizeit mit diesem Thema beschäftigt (►einen Bericht darüber können Sie hier lesen).

Der Evangelist rief die Kinder dazu auf, Zivilcourage zu zeigen und beispielsweise zu helfen, wenn jemand auf der Straße Hilfe benötige, statt einfach vorbeizugehen. Diese Aufforderung passe auch zum Jahresmotto, das Stammapostel Jean-Luc Schneider für das Jahr 2014 ausgegeben hat: „Mit Liebe ans Werk“.

Im Anschluss ging der Vorsteher der Gemeinde Kladow in seinem Predigtteil auf die so genannte Ellenbogengesellschaft ein. In dieser würden alle die Nummer Eins sein und ohne Rücksicht auf die anderen ihren Willen durchsetzen wollen. Im Glauben sei dies anders, betonte er. Vor Gott gebe es keine Nummer Eins, ganz im Gegenteil sei Gott mit seiner Liebe für alle da. Er ermutigte die Kinder, diesen Freund – Gott – jedem zu wünschen ohne befürchten zu müssen, dass dieser dann weniger für sie da sei.

Nach diesen Gedanken gingen sicherlich nicht nur die Kinder ermutigt und mit dem Vorsatz, anderen noch mehr zu helfen und nur Gutes für alle Mitmenschen im Sinn zu haben, nach Hause.

Text: CZ
Fotos: WP



















 
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