Leipheim-Reise zum 1. Advent 2016
 

Adventus Domini -
Mit der Gemeinde Leipheim ins neue Kirchenjahr



Vor dem Ulmer Münster ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum




Vorsteher Werner Gräß mit der Humboldthainer Reisegruppe




Im Kirchgarten erinnert ein Wegweiser an die Gemeindepartnerschaft




Regionale Spezialitäten auf der Weihnachtsfeier




















 

Eine vierköpfige Humboldthainer Reise-gruppe besuchte am ersten Advents-wochenende die neuapostolische Partner-gemeinde Leipheim. Gemeinsam mit dem Gemeindevorsteher im Ruhestand, Klaus-Peter Waschke, reisten Sophie-Madelaine, Alex und Dennis nach Bayerisch-Schwaben, um die Partnerschaft beider Gemeinden weiter zu vertiefen und die Verbundenheit zu intensivieren. Zusammen mit den dortigen Glaubensgeschwistern feierten sie den  Beginn des neuen Kirchenjahres. Bereits im Juli 2016 war eine Humboldthainer Gruppe zu Gast in der 600 Kilometer entfernten Gemeinde. Einen ersten Besuch hatten zuvor rund 30 Mitglieder der Gemeinde Leipheim den Humboldthainern im Juli 2015 abgestattet.

In seiner Reportage fasst Klaus-Peter Waschke die gesammelten Eindrücke der letzten Reise zusammen:

"Von Feuerwürsten, Adventsfreude und Bratspätzlesuppe

Die Wiedersehensfreude war riesengroß. Gleich am Anreisetag wurde abends noch der alternative Weihnachtsmarkt Birkenried an der Donau besucht. Galerien und Ausstellungen über die Vielfalt afrikanischen Kunsthandwerks sowie ein einzigartiger Skulpturenpark zeichnen diese Kultur-attraktion aus. Am Samstag wartete der nächste vorweihnachtliche Programmunkt. Als erstes war Adventsshopping in der Ulmer Fußgängerzone angesagt. Nach erfolgreichem Einkauf ging es auf den Ulmer Weihnachtsmarkt. Gemütlich, festlich, urig, stimmungsvoll - so lässt sich das weihnachtliche Getriebe um das Ulmer Münster herum wohl am besten beschreiben. Nach dem Genuss köstlicher Feuerzangenbowle wurden die Berliner Geschmacksnerven mit einem besonderen Leckerbissen, der Ulmer Feuerwurst, verwöhnt. Diese regionale Spezialität besteht aus mageren, scharf gewürzten Rindfleisch, die in einem mit Zwiebel, Krautsalat und Zaziki belegten Baguette serviert wird.

Ein Gottesdienst als Mutmacher

Zum absoluten Höhepunkt wurde dann der erste Adventssonntag. Dieser startete mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der renovierten und neu gestalteten Kirche in Leipheim. „Advent ist es heut...“ – das Gemeindelied zu Beginn des Gottesdienstes brachte es bereits auf den Punkt. Spätestens nach dem Verlesen des Bibelwortes wurde klar: Dieser Gottesdienst soll ein „Mutmacher“ werden. „Auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe“, las uns Gemeindevorsteher Werner Gräß aus dem 2. Korinther 1.20 vor.  „Gott sagt ja zu seinen Verheißungen. An Gottes Verheißungen gibt es keinen Zweifel“, machte er zu Beginn seiner Predigt deutlich. „Gott sagt auch Ja zu dir. Er schenkt dir Zukunft, du bist Gott wertvoll.“

Weiter appellierte der Gemeindeleiter: „Lasst uns doch Gott als Gemeinde, im Verbundensein mit den Aposteln Jesu, mit einem kraftvollen Amen antworten.“ Mit dem ‚Amen‘, werde bezeugt, dass Christus die Verheißungen Gottes erfülle. „Wir wollen es uns nicht nehmen lassen Amen zu Gott unserem himmlischen Vater sagen, zu Jesus Christus unserem Seelenbräutigam, zu seinem Evangelium“, fuhr Gemeindevorsteher Gräß fort. Wir leben in einer Zeit, erklärte er, die von Unsicherheit geprägt sei, eine Zeit in der einige Menschen nichts mehr erwarten würden. „Und dennoch: Gläubige Christen erwarten ihren Herrn und Heiland, - Adventus Domini, unser Herr kommt!“ Advent sei mehr als nur ein Event, spitzte er weiter zu. „Advent, das ist Freude auf die Zukunft mit dem wiederkehrenden Jesu.“ Eine wirklich kraftvolle Predigt, die mir sehr viel Mut gemacht hat.

Festliche Stimmung bei der Weihnachtsfeier

Im Anschluss an den Gottesdienst waren wir schließlich zur Weihnachtsfeier der Gemeinde eingeladen. In einem gemieteten Festraum im benachbarten Ort Bubesheim stießen alle zunächst auf das neue Kirchenjahr an. Brätspätzlesuppe, Schnitzel, schwäbischer Kartoffelsalat und Spätzle – Spezialitäten aus der Region füllten die hungrigen Mägen. Schließlich begann die Feierstunde. Weihnachtliche Gesangsvorträge der Kinder und des Gemeindechores sowie zahlreiche Instrumentalbeiträge sorgten für eine festliche Stimmung und nährten die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Um 17.00 Uhr hieß es dann Abschied nehmen. Ein Abschied, der schwer fiel. Das Wochenende und insbesondere der Adventssonntag vergingen wie im Flug. Nach unzähligen Umarmungen und jeder Menge Grüße im Gepäck für die Gemeinde Humboldthain ging die Reise zurück in das nächtliche Berlin.

Schwäbische Freunde

Allen Glaubensgeschwistern aus der Gemeinde Leipheim sei Dank für die herzliche Aufnahme und alle liebevolle Zuwendung. Ein besonderer Dank geht an Brigitte und Gustav sowie an Anita und Werner, die als großartige Herbergseltern und mit individueller, herzensguter Betreuung sich um das Wohl von uns Humboldthainern verdient gemacht haben. Nie gab es einen Mangel und nie hat es an etwas gefehlt. Schwaben sind halt perfekt - wie gut, dass sie unsere Freunde sind.“

Text: KPW
Fotos: A.R.

 
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