Musikgottesdienst 2013
 



Musikalisches Highlight im Spätsommer




Die auf der Chorfahrt erlernten und geprobten Stücke werden vorgetragen


 

 


„Ich will den Herren loben“ - ein schwungvoller
Abschlusstitel beendet den Gottesdienst


 


Auf dem Kirchhof stoßen nicht nur die Sängerinnen und Sänger auf einen gelungenen Musikgottesdienst an






(11.09.2013) Unmittelbar im Anschluss an die Chorfahrt des Humboldthainer Gemeindechores am Wochenende 30./31.08.2013 (►wir berichteten) fand am darauffolgenden Sonntag, den 1. September 2013, in der Gemeinde ein Musikgottesdienst statt. Zugleich richtete sich dieser besondere Gottesdienst gezielt an Freunde, Gäste sowie an alle Interessierten unseres Glaubens, wozu die Gemeindemitglieder aktiv eingeladen hatten.

Im  Verlauf des Gottesdienstes kamen die in den beiden Tagen zuvor erarbeiteten Musikstücke sowie weitere Titel des Chores und ein Orgelbeitrag zum Vortrag. Diese umrahmten die Predigt des Gemeindevorstehers, Evangelist Klaus- Peter Waschke, in welcher das Bibelwort aus Markus 6, Vers 48 im Mittelpunkt stand ("Und er sah, dass sie sich abplagten beim Rudern, denn der Wind stand ihnen entgegen. Um die vierte Nachtwache kam er zu ihnen und ging auf dem See und wollte an ihnen vorübergehen."). In dieser Bibelstelle wird aus dem Geschehen berichtet als Jesus über das Wasser geht und zunächst an seinen Jüngern vorbei geht, die in ihrem Boot verzweifelt gegen den heftigen Sturm ankämpfen.

Zu Beginn seiner Predigt machte der Gemeindevorsteher eindrücklich deutlich, dass Kirche immer ein Ort der Begegnung sei, der es schaffe, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen im Hinblick auf Herkunft, Bildung und Einkommen zusammen zu führen. Verschiedene Prägungen und Meinungen, auch in Bezug auf Fragen des Glaubens und der Gestaltung von Kirche heute, seien hier keine unüberwindbaren Mauern. Unterschiede könnten nicht als Hindernis für eine Begegnung mit Gott und dem Nächsten erlebt werden, sondern als Bereicherung und Ansporn, vom Nächsten auch lernen zu wollen. Den inhaltlichen Schwerpunkt seiner Predigt legte er, bezugnehmend auf das Erleben der Jünger Jesu im Sturm und das „Vorübergehen“ Jesu, auf die Erfahrung, wonach jeder einzelne in seinem ganz persönlichen Leben, sei es durch Schicksale wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder die Trauer um einen nahen Angehörigen, immer wieder massiven Gegenwind verspüre. Aber auch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, wie zum Beispiel eine zunehmende Ich-Bezogenheit, könnten dazu beitragen, betonte der Gemeindeleiter.  Dies sei jedoch kein Grund, sich willenlos den Verhältnissen zu ergeben, sondern sich diesen im Vertrauen auf Gottes Hilfe mutig zu stellen und dabei im Besonderen das „Vorübergehen“ Jesu erfahren zu können.

Das deutlich ausgeweitete musikalische Programm umfasste Stücke unterschiedlichster musikalischer Epochen und spannte damit einen weiten Bogen von Heinrich Schütz (1585-1672) mit dem unmittelbar vor der Feier des Heiligen Abendmahls vorgetragen Titel „Aller Augen warten auf dich, Herre“ bis hin zu modern gestalteten Liedern wie „Meine Seele ist stille in Dir“ von Klaus Heizmann (*1944). Mit dem Kanon „Ich will den Herrn loben“ von Georg Philipp Telemann (1681-1767) zog der Chor kurz vor Gottesdienstbeginn gemeinsam mit den priesterlichen Ämtern in das Kirchenschiff ein und eröffnete den Gottesdienst. Auch den Abschluss des Gottesdienst gestaltete der Chor vor dem Altar mit dem schwungvollen Schlusslied „Ich will den Herren loben“ von Werner Arthur Hoffmann (*1953). Die meisten vorgetragenen Stücke waren während der an den beiden Tagen zuvor veranstalteten ersten Chorfahrt des Humboldthainer Gemeindechores neu erarbeitet worden.
Viele der Zuhörer waren sich darin einig, dass es ein sehr gelungener Gottesdienst war, der sich auch durch eine besondere musikalische Qualität ausgezeichnet hatte.

Aufgrund eines zentralen Gottesdienstes für alle Amtsträger der Gebietskirche Berlin-Brandenburg in der Kirche Berlin-Lichtenberg am Sonntagmorgen, fanden alle weiteren Gottesdienste in den Gemeinden am Nachmittag um 16 Uhr statt. Somit waren alle geladenen Gäste und Gemeindemitglieder im Anschluss an den Humboldthainer Musikgottesdienst eingeladen, den Abend bei angeregten Gesprächen und einem kleinen Empfang mit Getränken und Häppchen auf dem Kirchenhof ausklingen zu lassen.


Text: CZ/TZ
Fotos: WP




 
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