Taufe am 20.März 2011
 

Taufgottesdienst für den kleinen Martin



Vitali und Natalia Zehnt mit Sohn Martin


Ansprache kurz vor der Taufhandlung,
links Gemeindeevangelist Waschke






Am Sonntag, den 20.März 2011 konnte die Gemeinde Humboldthain den ersten Taufgottesdienst des Jahres erleben. Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Lukas acht Vers 16 zu Grunde: „Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, damit, wer hineingeht, das Licht sehe.“

Gemeindeevangelist Klaus-Peter Waschke wies in seiner Predigt sogleich darauf hin, dass durch die Taufe der Vorhang bei Seite geschoben werde, der den Zugang zum  dreieinigen Gott, den Zugang zum himmlischen Licht, zuvor versperrt hätte. „Mit der Taufe wird es im geistlichen Sinne in der Seele eines Menschen licht und hell“, so der Evangelist.

Die Welt in der wir leben sei undurchsichtiger geworden und vielfach scheine es so, dass  auch die Beziehungen der Menschen untereinander komplizierter geworden seien, weil es unter anderem an Orientierung fehle und verbindliche Wertmaßstäbe verloren gegangen seien, betonte der Evangelist weiter.
Im Weiteren stellte der Vorsteher das Licht Jesu Christi in Verbindung mit den Sakramenten der Heiligen Wasser- und Geistestaufe.„Jesus hat auch in uns ein Licht angezündet in der Taufe mit Wasser und Heiligem Geist. Dieses Licht wollen wir nicht verbergen, Christen sollen Lichtgestalten sein.“

Früchte des Lichts könnten sich in gelebter Liebe, Güte, Toleranz und Verständnis zum Ausdruck bringen, erklärte der Evangelist weiter. „Diese Kennzeichen können sich in der Tat sehen lassen. Sie fallen auf in einem Umfeld, das von Härte, Ungerechtigkeit und von einem Nichtwahrhaben der göttlichen Wahrheit geprägt ist.“
Dennoch rief der Gemeindeevangelist auf, nicht zu klagen über Gottentfremdung und Gottlosigkeit, das würde keinen weiter bringen. Christlicher Auftrag sei es vielmehr, so der Vorsteher, Jesus im Denken und Handeln mehr und mehr sichtbar zu machen.„Das Licht aus Jesus soll in unseren Herzen auch ein Licht der Hoffnung sein. Ein Licht, das unübersehbar ist.“

Mit dem Appell: „Mache auch du dich auf und werde Licht!“ beendete der Evangelist seine Predigt vor den zirka 150 Anwesenden.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls schließlich bat der Gemeindeleiter die Eltern, Vitali und Natalia Zehnt, mit Ihrem Sohn Daniel und dem Täufling Martin an den Altar zu treten. In seiner Ansprache führte der Gemeindevorsteher aus:„Martin soll ein Kind Gottes sein. Etwas Besseres gibt es nicht. Auch Martin soll Lebensgemeinschaft mit dem dreieinigen Gott haben. Und das geschieht durch die Hinnahme der Sakramente.“

Anlässlich der heiligen Wassertaufe gab der Gemeindvorsteher dem Täufling und der Familie ein Wort aus der Bibel mit. Es steht im Psalm 27: „Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?“

„Heute“, so der Evangelist, „soll Martin durch die Hinnahme der Heiligen Wassertaufe der Weg zu einem ewigen Leben mit und bei Gott eröffnet werden. Der Weg zu Gott ist ein Weg des Heils, ein Weg des Lichtes, der Weg des Lebens auf dem Freude, Kraft, Werte und Lebensqualität die Fülle zu finden sind.“

In der Folge nannte der Evangelist einige berühmte Namensvetter des Täuflings. "Zum einen denke ich an Martin Luther, den großen Reformator. Er kämpfte dafür, dass das göttliche Licht in der Kirche wieder einzieht. Er kämpfte für die Freiheit eines Christenmenschen. Martin Luther ließ sich nicht aufhalten. Er ließ sich nicht einschüchtern.“ Des Weiteren führte der Vorsteher Martin Luther King und die Legende vom heiligen Martin an.
Der Evangelist betonte: „So mag auch euer Martin ein wackerer Streiter für das Gute aus Gott werden. Gott ist die Liebe. Für diese Liebe lohnt es sich einzusetzen. Diese Erfahrung wünschen wir auch Martin.“

Im weiteren Verlauf seiner Ansprache vertiefte der Vorsteher die Bedeutung der Heiligen Wassertaufe. Nachdem die Eltern stellvertretend für den kleinen Martin ihr „Ja“ zum Taufbündnis bekundeten, vollzog der Gemeindeleiter schließlich die Taufhandlung.

Im Anschluss sorgte ein musikalisches Trio, darunter auch Bruder Daniel mit seiner Gitarre, für das erste Taufgeschenk an diesem Tag.
Nachdem Gottesdienst gratulierten zahlreiche Gemeindemitglieder und zeigten sich über den Gemeindenachwuchs sehr erfreut.


Text: MPW
Foto: WP

















 
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