Versiegelung September 2017
 

Freude über den Gott der Freude
Bezirksapostelgottesdienst mit Versiegelung in Humboldthain














Der Gemeindechor umrahmte den Gottesdienst musikalisch



Bezirksapostel Nadolny mit den Amtsträgern
der Gemeinde und zweier Nachbargemeinden sowie den beiden für den Kirchenbezirk zuständigen Amtsträgern
 

(22.09.2017) „Gott ist ein Gott der Freude – sein Grundanliegen ist es, Freude zu geben“, betonte Bezirksapostel Nadolny am 6. September 2017 bei einem Festgottesdienst in der Gemeinde Humboldthain. In seiner Predigt wies er insbesondere auf unsere Freude über Gottes Schöpfung, unsere daraus resultierende Ehrfurcht und den Auftrag, sorgsam mit der Erde umzugehen, hin.

Dem Gottesdienst, den Bezirksapostel Nadolny am Mittwochabend, den 6. September in der Gemeinde Berlin-Humboldthain (Mitte) mit den zahlreichen Anwesenden feierte, legte er das Bibelwort „Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe“ aus Jesaja 65,18 zu Grunde.

Gott freut sich, wenn wir uns freuen

Zunächst wies der Bezirksapostel darauf hin, dass das Wort „Freude“ ca. 200 Mal in der Bibel auftauche. Dies sei nicht verwunderlich, denn Gottes Grundanliegen sei es, Freude zu geben, führte er weiter aus. Die Freude aus Gott sei, anders als die menschliche Freude, eine innere Haltung, ein Fundament, auf dem man stehe und das immer wieder Kraft gebe. Der Ursprung unserer Freude liege bei Gott, so der Leiter der Gebietskirche Berlin-Brandenburg. Da ER uns Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen habe, wolle ER auch, dass der Mensch voller Freude sei – und wenn wir uns freuten, dann freue sich auch Gott, sagte Bezirksapostel Nadolny überzeugt.

Gott – unser Vater und Schöpfer

Wie im zu Grunde liegenden Bibelwort aus dem Buch Jesaja zu lesen, sei Gott ein Schaffender, ein Schöpfer. Daher ging der Bezirksapostel in seiner Predigt auf die Schaffenskraft der drei göttlichen Personen ein, insbesondere auf Gott den Vater und Schöpfer.

„Wenn ich morgens einen Sonnenaufgang betrachte oder abends beim nach Hause fahren einen Sonnenuntergang bin ich jedes Mal fasziniert, wie wundervoll Gott die Schöpfung gemacht hat. Es ist alles so perfekt – geht es euch nicht auch so, dass ihr oft mit Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung steht“, fragte Bezirksapostel Nadolny die Gottesdienstbesucher merklich gerührt. Diese Ehrfurcht und Freude komme unter anderem daher, dass wir wüssten: Wenn ER das kann, dann kann ER alles. Oder anders ausgedrückt: „Denn es wird an der Größe und Schönheit der Geschöpfe ihr Schöpfer wie in einem Bild erkannt“ (Weisheit 13,5), erläuterte er.

Der höchste Amtsträger der Gebietskirche Berlin-Brandenburg wies jedoch auch darauf hin, dass sich die Menschheit von Gott abgewandt habe, die Ehrfurcht vor der Schöpfung Gottes verloren habe und diese mehr und mehr zerstöre. Als Konsequenz rief er die Anwesenden dazu auf, den Lebensraum in Ordnung zu halten, auch wenn wir wüssten, dass dieser irgendwann vergehe und Gott eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffe. Als Leitsatz formulierte er „da mein Vater das gemacht hat, mühe ich mich, es zu erhalten“.

Die Freude in und über Jesus Christus und den Heiligen Geist

Jesus Christus freute sich insbesondere über alle, die Glauben fanden und über nur einen Sünder im Himmel, der Buße tat. Unsere Freude liege darin, dass durch IHN das Tor offen sei, in den Himmel zu kommen, erläuterte der Kirchenpräsident der Gebietskirche Berlin-Brandenburg. Zusätzlich rief er auf, freudig über den Heiligen Geist zu sein, der in uns wohne und die neue Kreatur und Schöpfung vorbereite.

Sakramentsspendung an fünf Gemeindemitglieder

Genau diesen Geist, der Freude in uns auslöst und uns den Willen Gottes zeigen will, spendete Bezirksapostel Nadolny in diesem Abendgottesdienst im Sakrament der Heiligen Versiegelung an fünf Humboldthainer Gemeindemitglieder: Zwei Kleinkinder, zwei Schulkinder und deren Mutter. Mit der Heiligen Versiegelung wird in der Neuapostolischen Kirche die Wiedergeburt aus Wasser und Geist, die in der Heiligen Wassertaufe begann, vollendet. Sie wird durch Handauflegung eines lebenden Apostels gespendet (
mehr dazu hier im Katechismus der Neuapostolischen Kirche).

Gottes Allmacht verspüre man auch bei Kindern, in deren Herzen die Eltern die Freude der Gotteskindschaft legen sollten, betonte er in seiner Ansprache. Zudem ermunterte er die Kinder und deren Eltern, die Angebote der Gemeinde und der Kirche wahrzunehmen, denn dort sei Freude zu finden und man könne zu Ruhe kommen von allem, was einem so oft die Freude nehmen wolle.

Die Gemeinde freute sich in diesem Festgottesdienst sehr mit allen fünf Gemeindemitgliedern. Die kleine Zoe hatte erst am Sonntag zuvor (03.09.2017) das Sakrament der Heiligen Wassertaufe empfangen (
wir berichteten), der kleine Henry bereits im Advent 2016 (wir berichteten). Nelson, Dominic und ihre Mutter Evelyn wurden am Muttertag dieses Jahres von Bischof Bias getauft (wir berichteten).

Wie die drei Teil der Gemeinde Humboldthain wurden, ist eine recht außergewöhnliche Geschichte: Sie spielten sonntagvormittags oft auf dem Spielplatz neben dem Kirchengebäude in der Hussitenstraße und beobachteten die Erwachsenen, aber auch die Kinder, die darin verschwanden. Eines Sonntags fassten sich die beiden Jungs ein Herz und betraten das Gebäude. Sie folgten den anderen Kindern und saßen plötzlich in der Sonntagsschule. Seitdem besuchen sie mit ihrer Mutter regelmäßig die Gottesdienste.

 


Text: CZZ
Fotos: WW


 
  Besucher heute: 30 Besucher (216 Hits) © Neuapostolische Kirche Berlin-Humboldthain